Psychomotorik versteht die Bewegung des Menschen als Ausdruck einer Wechselbeziehung zwischen Sinnesempfindung, Denken, Fühlen und Handeln.

Für uns alle ist der Körper sehr viel mehr als ein blosses Zusammenspiel von Knochen, Muskeln, Nerven und den lebenswichtigen Organen. Der Körper wird in der Bewegung zum:

  • Ausdrucksmittel der Persönlichkeit,
  • Ausgangs- und Bezugspunkt in Raum und Zeit,
  • Instrument mitmenschlicher Beziehungen.

Psychomotorische Störungen äussern sich in einem unangepassten Bewegungsverhalten auch bei alltäglichen Körperbewegungen.
Betroffene Kinder haben Schwierigkeiten, sich in angemessenen Bewegungen und angepassten sozialen Formen auszudrücken. Ihr Bewegungsverhalten ist nicht funktional. Daraus entsteht das Problem, im täglichen Umfeld Beziehungen einzugehen und zu gestalten.
Die psychomotorische Therapie setzt sich zum Ziel, dem Kind durch angepasste Bewegungs-, Gestaltungs- und Spielsituationen zu einer verbesserten Körperwahrnehmung, Körperbeherrschung und Körpervorstellung zu verhelfen. Dadurch erweitern sich seine Handlungs-, Ausdrucks- und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Psychomotorik versucht, die noch nicht geweckten Möglichkeiten dem Kind verfügbar zu machen, ihm Wege und Übungen zu zeigen und dadurch sein Selbstvertrauen zu stärken.