Ein Fest rund um Braille begeisterte alle

26 Kinder und Jugendliche, die Braille lesen oder lernen, feierten zusammen das erste Braille-Fest. Im Mittelpunkt des Festes stand der Austausch der Kinder und Jugendlichen aus der ganzen Schweiz mit Peers in ähnlichen Lern- und Lebenssituationen. Mit dabei waren auch acht Kinder der Blindenschule Zollikofen.

Von Beginn an herrschte eine Atmosphäre des Willkommenseins: Die Teilnehmenden erhielten zur Begrüssung T-Shirts mit taktiler Stickerei, bevor sie in neun Ateliers auf spielerische Weise die Brailleschrift und ihren Tastsinn entdeckten. Das Angebot reichte von Fühlkisten, taktilen Bildergeschichten und Braille-Lesespuren durch den Zoo. Taktile Rätsel in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden wurden gelöst und die Musik-Brailleschrift spielerisch erkundet. Die Kinder im Alter von sechs bis fast volljährig knüpften Kontakte und hatten viel Spass dabei. 

 

Für Prof. Dr. Fabian Winter, Initiant und Organisator des Braille-Fests an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogok HFH steht fest: «Das erste Braille-Fest hat gezeigt, wie durch gemeinsames Lernen, Spielen und Entdecken neue Freundschaften entstehen. So lebendig, verbindend und freudvoll kann Brailleschrift sein.» Begleitet wurden die Kinder von Eltern, Assistenzen und Lehrpersonen, welche sich ebenfalls untereinander vernetzen konnten. Zusammen mit weiteren Gästen zählte die Veranstaltung fast 100 Personen.

 

Alle Ateliers wurden von Teilnehmenden des "CAS Brailleschrift unterrichten "sowie Studierenden im "Master Schulische Heilpädagogik" mit dem Schwerpunkt Sehen entwickelt und barrierefrei gestaltet. Als Erinnerung an das Braille-Fest erhielten alle Teilnehmenden eine eigens gestaltete taktile Urkunde mit Brailleschrift, Medaille sowie ertastbaren Symbolen der besuchten Ateliers. Den feierlichen Abschluss bildete das gemeinsame Singen des eigens für diesen Anlass komponierten Braille-Liedes von Edinson Nuez und Alexander Wyssmann, zwei blinden Musikern und Mitgliedern des Vorbereitungsteams.

 

Bilder: ©Patrick Gutenberg für HfH