Blindenschule Zollikofen
Newsletter Crowdfunding / September 2026

Tschüss und auf Wiedersehen – bleiben Sie informiert

Liebe Freundinnen und Freunde von Lord

Mein ganzes Team und ich schätzen uns sehr glücklich, dass Lord dank Ihrer Spende zu unserer Herde gestossen ist. Ein riesengrosses Dankeschön für die wertvolle Unterstützung.

Die letzten Monate seit Lords Ankunft waren intensiv. Er musste sich an ein neues Daheim und an seine neue Herde gewöhnen. Es gab viele Fortschritte – und auch Rückschritte. Was Lord schon alles gelernt hat und weshalb wir die Integration in die Herde wieder enger begleiten müssen, lesen Sie weiter unten.

Sie lesen hier den letzten Newsletter im Rahmen unserer Crowdfunding-Kampagne. Wollen Sie weiterhin wissen, wie es mit Lord weitergeht und wie wir die Kinder und Jugendlichen der Blindenschule Zollikofen mit unseren Angeboten fördern? Dann melden Sie sich bei unserem regulären Newsletter an.

Noch einmal ganz herzlichen Dank! Wir wünschen Ihnen alles Gute und verabschieden uns!


Lia Frankenbach und Lord
 

 

Lord, der Neuankömmling

Wir blicken zurück auf die vergangenen Monate: Lord gewöhnt sich Schritt für Schritt an den neuen Alltag. Mit Spaziergängen auf dem Bauernhof lernte er sein Zuhause kennen. Wir machen regelmässig Bodenarbeit, was Vertrauen, Respekt und Sicherheit zwischen Mensch und Tier fördert. Die Ausbildung von Lord zum Reitpferd, die in Deutschland bereits begann, wird weitergeführt.

Eine der grössten Herausforderungen der letzten Monate war die Integration von Lord in die Herde. Kurze Raufereien gehören bei Pferden dazu, um die Beziehung untereinander zu klären. Während der ersten Wochen begleiteten wir deshalb die Begegnungen eng, um grössere Verletzungen zu vermeiden. Als dann alles friedlich lief, durften die Pferde ohne «Hütedienst» auf die Weide.

Plötzlich aber passierte etwas, womit niemand mehr gerechnet hat. Der sonst friedliche Andi zoffte sich auf der Weide mit Lord. Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert. Für uns heisst das: den Hütedienst wieder aufnehmen und enger begleiten. Denn weitere Zusammenstösse wollen wir unbedingt vermeiden.

 

Lord, der Student

Junge Pferde haben oft Schwierigkeiten mit ihrem Gleichgewicht. Bei Lord zeigt sich das besonders beim Reiten. Die Muskulatur ist noch nicht fertig ausgebildet und muss gezielt trainiert werden, damit sich die Stabilität verbessert. Bei Therapiepferden ist diese Stabilität sehr wichtig. Die Kinder sitzen oft nicht in der Mitte des Pferderückens, da sie selbst Gleichgewichtsprobleme haben. 

Den Radius der Spaziergänge haben wir seit Kurzem vergrössert. Lord und ich waren das erste Mal im Wald unterwegs. Auch hier zeigte er sich mit seinem gewohnten Selbstbewusstsein. Schon bald können wir ihn bei einer Therapiestunde ohne Kind mitlaufen lassen. Ganz entspannt und ohne Druck.

Der Kontakt zu Kindern hat noch keine grosse Priorität. Doch Lord hat schon kleine Fans, deren Streicheleinheiten er geniesst.

 

Auf Wiedersehen?

Auf Lord und uns wartet noch viel Arbeit, bevor er als Therapiepferd eingesetzt werden kann. Ich blicke gespannt in die Zukunft. Und bin einfach nur dankbar, dass wir ein solch tolles Nachwuchspferd für die Reittherapie gefunden haben.

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