Für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die eine weiterführende Schule oder eine Lehre besuchen, besteht die Möglichkeit, in einer Aussenwohngruppe mit sozialpädagogischer Begleitung das selbständige Wohnen zu erlernen. Die Aussenwohngruppe bietet Platz für acht junge Erwachsene auf drei Wohnungen in einer Liegenschaft mit anderen Mietparteien.

Im Sinne der lebenspraktischen Selbständigkeit vertiefen die jungen Menschen schrittweise ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich der Haushaltsführung (insbesondere Kochen, Putzen, Waschen). Bei Bedarf wird eine interne LPF-Fachlehrkraft beigezogen.

Selbst- und Fremdeinschätzung, Kritik- und Konfliktfähigkeit, Umgang mit Suchtmitteln und Gestaltung der Freizeit sind wichtige Bestandteile und Diskussionspunkte des täglichen Lebens auf der AWG.

Die AWG bietet auch den Rahmen, um an individuellen und persönlichen Zielen zu arbeiten, welche der Autonomie des jungen Erwachsenen zuträglich sind. In halbjährlichen Standortgesprächen werden diese festgelegt und überprüft.

Die enge Zusammenarbeit mit den Begleitpersonen des Ambulanten Dienstes (AD) gewährleistet, dass die jungen Erwachsenen auch den schulischen und beruflichen Anforderungen gerecht werden können. Gemeinsam mit dem AD werden auch Fragen der künftigen Arbeits- bzw. Ausbildungsstelle und des künftigen Wohnortes geklärt.

Aufnahmekriterien:
Aufgenommen werden blinde und sehbehinderte Menschen, welche mit Unterstützung durch das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) eine erste berufliche Ausbildung (Berufslehre oder Bildungsgang der Sekundarstufe II) absolvieren.

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