Auf der EWG Waldheimweg werden junge, blinde, seh- und mehrfachbehinderte Erwachsene nach ihrer Sonderschulung im Übergang in das Erwachsenenleben begleitet. Die Bewohner der EWG werden basierend auf spezifischem Fachwissen und mit adäquater Methodik mit der Zielsetzung der persönlichen Entwicklung und der Erhöhung der Lebensqualität des Betroffenen gefördert. Je nach Situation und Zielvorgaben ist die agogische Unterstützung individuell unterschiedlich. Dadurch kann der Übergang in das Erwachsenenleben auf der EWG fliessend gestaltet werden.

Die Bewohnerinnen und Bewohner der EWG wohnen in einer koedukativen Wohn- und Lebensgemeinschaft. Am Waldheimweg stehen zurzeit vier Einzelzimmer zur Verfügung.

Die EWG bietet dem Bewohner seiner Beeinträchtigung entsprechende Unterstützungs- und Lernangebote, damit er mit seinem Umfeld in einen erfolgreichen Kontakt treten kann. Stark herausfordernde Verhaltensweisen sollen systematisch analysiert und durch angebrachtes und funktionales Verhalten in stabilen Lernprozessen begegnet werden.

Die Bewohner sollen gefördert werden, in dem die in der individuellen Biografie bisher erfolgreichen Interventionen und Lernfelder übernommen und ausgebaut werden (Know-how-Transfer).

Es wird am Ausbau der Perspektiven, der Erweiterung seiner Fähigkeiten und der Verbesserung der Lebenswelt des Bewohners gearbeitet. Mit dem Aufbau von funktionalem Verhalten wird das Ziel von zunehmender Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit des Bewohners verfolgt.

Zielgruppe

Das Angebot der EWG richtet sich an blinde und sehbehinderte junge erwachsene Frauen und Männer im Alter von 18 bis 25 Jahren mit einer Entwicklungsstörung, einer geistigen Behinderung und einem stark herausforderndem Verhalten. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind Fussgänger, bringen die Fähigkeit mit, gewisse Handlungen unter Beaufsichtigung selber auszuführen und verfügen über ein minimales Sprachverständnis sowie die Fähigkeit, minimale Grundbedürfnisse in verbaler oder nonverbaler Form mitzuteilen.