Jahresbericht 2010
BERICHT DER STIFTUNGSRATSPRÄSIDENTIN
Sicher nicht zum ersten und wohl auch nicht zum letzten Mal darf ich in meinem Jahresbericht darauf hinweisen, dass das vergangene Jahr eindeutig im Zeichen der Erneuerung und des Wandels stand. Jedenfalls habe ich den Eindruck, in meinen Berichten regelmässig von Veränderungen, Projekten und Anpassungen aller Art zu schreiben, jedoch selten bis nie von Phasen der Konsolidierung. Doch dies muss keineswegs negativ sein, kenne ich doch den bekannten Ausspruch, wonach diejenigen, die rasten, leider auch rosten.
Die bereits im letzten Jahresbericht erwähnte Statutenrevision und die damit verbundene neue Struktur des Stiftungsrates hat auch im Berichtsjahr eine Flut an Arbeit mit sich gebracht. So mussten zahlreiche Reglemente und Diagramme überprüft und grösstenteils neu geschrieben werden. Eine für uns sehr wichtige Aufgabe war zudem die Gesamtüberarbeitung unseres schon etwas in die Jahre gekommenen Leitbilds. Dieses wurde sowohl inhaltlich als auch sprachlich verfeinert und den heutigen Anforderungen angepasst. Der Stiftungsrat hat unser neues, modernes Leitbild mit Überzeugung gutgeheissen und verabschiedet, sodass dieses nun in der Praxis unserer Institution umgesetzt werden kann. Mit der Strukturanpassung hat der Stiftungsrat übrigens auch das Ziel verfolgt, sich vollständig aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen und sich künftig ausschliesslich auf die strategischen Aufgaben zu konzentrieren.
Einen besonderen Schwerpunkt bildete im Berichtsjahr die spannende, jedoch auch sehr aufwändige Arbeit rund um unsere «Strategie 2010». Als Kompetenzzentrum für blinde, sehbehinderte und mehrfachbehindert-sehgeschädigte Kinder und Jugendliche wollen wir wie immer angemessene bedarfsorientierte sonderpädagogische Massnahmen ergreifen und die spezifische Fachkompetenz all unserer Mitarbeitenden erhalten und weiter entwickeln. Gleichzeitig gilt es weiterhin offen und flexibel für Neues zu bleiben. Als einziges und grösstes Zentrum der Schweiz mit umfassendem Angebot, welches sich auf den Förderschwerpunkt Sehen konzentriert, obliegt uns für dieses Angebot eine besondere Verantwortung. Der Stiftungsrat hat sich bei dieser strategischen Arbeit von einem externen Fachspezialisten begleiten lassen. Nach einem anforderungsreichen Auswahlverfahren haben wir die Unterstützung der Firma ADLATUS beansprucht. Unter der kompetenten Leitung von Herrn Peter Müller hat sich der Stiftungsrat in mehreren Workshops intensiv mit der mittel- und langfristigen Zukunft unserer Institution auseinandergesetzt. An der Stiftungsratssitzung vom 23. September konnte dann zu unserer grossen Freude die «Strategie 2010» verabschiedet werden. Ich möchte es nicht unterlassen, Herrn Müller auch an dieser Stelle für seine wertvolle Unterstützung und Begleitung ganz herzlich zu danken. Mit seiner ruhigen, überlegten und konstruktiv-kritischen Art hat er einen wesentlichen Beitrag zum guten Gelingen unseres Vorhabens geleistet. Jedenfalls konnten wir für unsere Institution einen weiteren Meilenstein setzen. Jetzt geht es darum, die strategischen Ziele auf konkrete, mess- und überprüfbare Schritte herunterzubrechen. Zudem müssen die zur Zielerreichung notwendigen Projekte bestimmt und organisiert werden. Sie sehen, die Arbeit geht uns noch lange nicht aus.
Regelmässig befasst sich der Stiftungsrat mit unserer «Schäferei». Die geplante Überbauung wird uns aller Voraussicht nach wieder einige Jahre beschäftigen. Im Berichtsjahr haben wir unter der Leitung unseres Stiftungsrats Dr. Peter Winter einen Planungsausschuss eingesetzt, der sich nun mit der bestmöglichen Nutzung der Schäferei beschäftigt. Dieser Ausschuss hat nach den Vorgaben des Kantons ein Grobkonzept entworfen und dabei die Bedarfsentwicklung unserer Zielgruppen sowie unsere strategischen Überlegungen be-rücksichtigt. Im Hinblick auf das Einreichen möglichst optimaler Vorschläge haben Mitglieder des Planungsausschusses verschiedene Schulen und Objekte in der Schweiz und im nahen Ausland besichtigt. Nun steht weiteren Gesprächen mit der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern nichts mehr im Wege.
Ein äusserst erfreulicher Anlass fand am 4. November 2010 in Form des Mitarbeitertages statt. Die Besuche zahlreicher Mitglieder des Stiftungsrats auf den verschiedenen Abteilungen unserer Institution ermöglichten spannende und informative Einblicke und erlaubten tief beeindruckende Begegnungen. Die konkreten Einblicke führten beispielsweise vor Augen, welch schwierige Voraussetzungen trotz des erfolgreichen Umbaus beim Raumangebot bestehen und welcher Veränderungsbedarf nach wie vor gegeben ist. Die Mitglieder des Stiftungsrats durften die engagierte und kompetente Arbeit der Mitarbeitenden im direkten Gespräch immer wieder lobend erwähnen und ihnen für den herzlichen Empfang und die grosse Offenheit in aller Form danken.
Apropos Dank: Wie immer an dieser Stelle möchte ich es nicht unterlassen, allen, die uns im vergangenen Jahr begleitet und tatkräftig unterstützt haben, von ganzem Herzen zu danken. Dazu gehören meine topmotivierten Kolleginnen und Kollegen des Stiftungsrats, unser Direktor Christian Niederhauser und die Mitglieder der Geschäftsleitung. Ein besonderer Dank gehört selbstverständlich auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die tagtäglich auf höchstem Niveau ihre anspruchsvolle Arbeit zugunsten unserer Kinder und Jugend-lichen leisten. In diesen Dank einschliessen möchte ich schliesslich die Elternvertreterinnen und -vertreter, die zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfer sowie die Gönnerinnen und Gönner, welche unsere Institution immer wieder auf unterschiedlichste Art und Weise unterstützen. Bedanken möchte ich mich nicht zuletzt bei den uns stets wohlgesinnten Behörden des Kantons Bern und der Gemeinde Zollikofen.
Die Stiftungsratspräsidentin
Vreni Augsburger-Herzig
BERICHT DES DIREKTORS
Nur wenige Kantone verfügen über ein pädagogisches Zentrum für blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche. In jedem Kanton hat es jedoch Kinder, welche blindenpädagogische Unterstützung brauchen. Die Zielgruppe ist so klein, dass es sich nicht lohnt, in jedem Kanton ein eigenes Zentrum zu führen. Die bestehenden Kompetenzzentren brauchen auch eine bestimmte Grösse, um als solche zu bestehen und halten ihr Angebot kantonsübergreifend offen. Nur so können die Erkenntnisse der Blindenpädagogik, wie sie an den Hochschulen gelehrt wird, erhalten und weiterentwickelt werden.
Mit der Neugestaltung des Finanzausgleichs zwischen Bund und Kantonen (NFA) liegt die Zuständigkeit für Sonderschulung bei den Kantonen. Jeder Kanton ist nun herausgefordert, sein sonderpädagogisches Angebot zu definieren. Für blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche birgt diese Entwicklung Gefahren. Welcher Kanton denkt an diese marginale Zielgruppe und erkennt dabei das Erfordernis einer kantonsübergreifenden Versorgungsplanung?
In der operativen Tätigkeit zeigen sich die Auswirkungen der NFA darin, dass jede Aufnahme einen hohen administrativen Aufwand erfordert. Viel Aufwand entsteht rein durch die Klärung der Zuständigkeiten und Abläufe pro Behörde. Unsere Schülerinnen und Schüler stammen aus 15 Kantonen und profitieren von unterschiedlichen Leistungen: Schule, Ambulanter Dienst, Internat, Frühförderung, Tagesschule, Lehr- und Hilfsmittel etc. Alle Leistungen erfordern unterschiedliche Abklärungs-, Zuweisungs-, Finanzierungs- und Rechenschaftslegungsverfahren. Wir versuchen, diesen Mehraufwand möglichst kostenneutral zu bewältigen, so dass die Ressourcen für die pädagogische Arbeit möglichst erhalten bleiben. Wir sind stolz, dass uns dies auch im 2010 gut gelungen ist.
Mit der neuen Strategie bekennt sich unsere Stiftung für die nachhaltige Sicherung eines überregionalen, qualitativ hochstehenden blindenpädagogischen Angebots. Im Austausch mit Behörden und Verbänden versuchen wir, die Strategie wirkungsvoll umzusetzen. Vernetzt mit den Dachorganisationen versuchen wir die zuständigen kantonalen Stellen zu erreichen und darauf aufmerksam zu machen, dass hier mit der Blindenpädagogik eine wichtige Errungenschaft unserer Gesellschaft auf dem Spiel steht.
Aus der neu bekräftigten Zentrumsstrategie leitet sich auch die Planung unserer räumlichen Kapazitäten ab. Die Gesamtplanung aus dem Jahr 2004 wurde überarbeitet und beim Kanton eingereicht. Dabei wurde der Unterhaltsbedarf der Liegenschaften durch die Firma Basler&Hofmann auf die nächsten 25 Jahre erhoben und die anstehenden baulichen Bedarfe in 7 Teilprojekten beschrieben.
Unser Angebot hat sich auch im 2010 entwickelt. Im September haben wir einen jungen erwachsenen Menschen aufgenommen, welcher nebst der Blindheit mit weiteren starken Einschränkungen lebt, so dass er auf intensive und fachkundige Betreuung angewiesen ist. Es hat sich gezeigt, dass im Kanton Bern ein entsprechendes Angebot fehlt. In Zusammenarbeit mit der Abteilung Erwachsene des Alters- und Behindertenamtes ist eine Wohngruppe für Erwachsene mit 4 Plätzen für sehbehinderte Menschen mit besonders hohem Betreuungsaufwand entstanden. Ein erster Leistungsvertrag wurde für das letzte Quartal 2010 erstellt.
Beim Aufbau unseres Qualitätsmanagementsystems haben wir uns für ein Vorgehen in kleinen Schritten aus eigenen Ressourcen entschieden. Die Elemente der Strukturqualität nach kantonaler Vorgabe bestehen seit längerer Zeit und werden laufend aktuell gehalten. Im 2010 haben wir die Prozessarchitektur erstellt, erste wichtige Prozesse vollständig dokumentiert und mit den geltenden Grundlagen verknüpft. Eine Zertifizierung wird vorerst nicht angestrebt, doch wir achten darauf, dass dieser Weg jederzeit möglich bleibt.
Unsere Stiftung reicht in die Anfänge der Blindenpädagogik zu Beginn des 19. Jahrhunderts zurück. Im Hinblick auf das Jubiläumsjahr 2012 haben wir die eindrückliche Sammlung unseres Blindenmuseums ans Tageslicht geholt. Wir verfolgen nun das Ziel, diese einem interessierten Publikum zugänglich zu machen.
Dem Thema Berufswahl ist in diesem Jahresbericht ein separater Artikel gewidmet. Der Übergang von der Schule in die Berufsbildung ist für die spätere berufliche Integration von grösster Bedeutung. Unser Berufswahlkonzept trägt diesem Umstand Rechnung. Die Berufswahlkoordinatorin begleitet die Jugendlichen ab dem siebten Schuljahr persönlich und sorgt für die Koordination beim Erkennen von Wünschen und Erwartungen, beim Fördern von Fähigkeiten und Neigungen im Beziehungsgefüge von Schüler, Eltern, Schule und weiterführenden Angeboten.
Auf den folgenden Seiten dieses Jahresberichts erhalten Sie Einblick in wichtige Ereignisse und Entwicklungen in den Abteilungen und in die Zahlen des Abschlusses 2010.
Christian Niederhauser
Direktor
AUS DEN ABTEILUNGEN
Schule
Das Skilager in Schönried, die Fasnacht mit der Guggemusik «Big Bang» der Sporttag und etliche andere Veranstaltungen erlaubten auch im 2010 bereichernde Begegnungen zwischen den Schülerinnen und Schülern aus dem Regelbereich und der Schule für mehrfachbehindert-sehgeschädigte Kinder.
Anstelle der Landschulwoche haben wir vom 21. bis 25. Juni eine Projektwoche durchgeführt. Bei der Organisation und Durchführung galt es, die Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse aller Schülerinnen und Schüler in durchmischten Gruppen optimal zu berücksichtigen.
Die Projektwoche stand ganz unter dem Motto «Artissimo: Kunst in allen Formen». Aufsteigende farbige Luftballone eröffneten am Montagmorgen die Projektwoche und symbolisierten in ihrer Farbigkeit und Leichtigkeit den Ausbruch aus dem Alltag für eine Woche. Eine ganze Woche lang durften sich alle Kinder und Jugendlichen mit Pinsel, Kochlöffel, dem ganzen Körper, den Füssen, der eigenen Stimme, verschiedenen Musikinstrumenten und Werkzeugen ganz dem Thema Kunst widmen.
In zahlreichen Workshops wurden Bilder, Fahnen, Kunstobjekte aus Naturmaterialien, Bilder am Computer und eine Holzpyramide hergestellt, Tänze, Lieder und Rapsongs eingeübt und in der Küche entstanden schmackhafte Gaumenfreuden.Die Zeltstadt mit Tipis beherbergte die externen Jugendlichen.
Als Höhepunkt fand am Freitagnachmittag die Vernissage statt. Eine Modeschau und musikalische Beiträge auf der Bühne konnten beklatscht werden und die entstandenen Werke wurden an verschiedenen Ständen auf dem Pausenplatz präsentiert. Erfreulich viele Eltern besuchten die Vernissage, genossen die verschiedenen Darbietungen, bestaunten die Werke ihrer Kinder und liessen sich kulinarisch verwöhnen.
Die Projektwoche wird als gelungene Zusammenarbeit zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus allen Abteilungen in Erinnerung bleiben.
Ein tolles, neues Angebot für die Schülerinnen und Schüler MFB ist die Musiktherapie, welche für die Schuljahre 2009/2010 und 10/11 von der Stiftung Cerebral gespendet wurde. Zudem durften wir im Herbst eine wunderschöne Klangwiege in Empfang nehmen, die seither fast täglich im Einsatz steht.
Das Medium Musik stellt Möglichkeiten therapeutischer Begleitung bereit, die unabhängig sind von Blickkontakt und Sprache. Musik steht in engem Zusammenhang mit vegetativen Körperprozessen und dem Ausdruck von Gemütsbewegungen.
In der Musiktherapie entsteht ein Spiel- und Handlungsraum, in dem das Kind auf aktive und kreative Weise agiert und auf verschiedenen Ebenen Unterstützung findet:
 Entspannung, Anregung, Konzentration und Aufmerksamkeit
 Sensorische und motorische Stimulation
 Explorations- und Experimentierlust
 Wahrnehmung von Selbstwirksamkeit und Urheberschaft
 Kontakt zu sich selbst und zum eigenen Spiel
 Erhöhung des Selbstwertgefühls
 Erleben von Halt, Orientierung und Sicherheit
 Entdecken eigener Gestaltungsmöglichkeiten
 Entwickeln von Spielfreude
Das Angebot der Stiftung Cerebral stellt für unsere Schülerinnen und Schüler eine tolle Ergänzung dar.
Regula Meier
Leiterin Abteilung Schule
Internat
Ab Schuljahresbeginn starteten wir das Angebot der Tagesschule mit insgesamt 15 Schülern, welche gemäss individueller Anmeldung ausserschulisch betreut wurden. Die Schüler erhalten damit eine blinden- und sehbehindertenspezifisch ausgerichtete Betreuung und die Eltern Entlastung, um Beruf und Familie besser vereinbaren zu können.
Im Auftrag der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern nahmen wir am 15. September 2010 einen jungen blinden Mann mit hohem Betreuungsaufwand bei uns auf. Dank riesigem Engagement der Mitarbeitenden und dem Wohlwollen der Behörden konnte in kurzer Zeit ein Konzept und ein Budget für die Eröffnung einer Erwachsenengruppe erstellt werden. In der Gruppe sollen dereinst maximal vier Betreuungsplätze für blinde und sehbehinderte junge Erwachsene mit sehr hohem Betreuungsaufwand zur Verfügung stehen.
Ein vielseitiges Freizeitangebot, eine sinnvolle Unterstützung im Alltag und das Erleben einer angenehmen Gruppengemeinschaft sind wichtige Eckpfeiler unseres sozialpädagogischen Angebotes.
Beim Elternbesuchstag vom 17. September erhielten die zahlreich erschienenen Eltern Einblick ins Internat und konnten sich zusammen mit ihren Kindern an mehreren Posten aktiv betätigen.
Mit Apéro und Liedbeiträgen von Schülern wurde die Treue von Marianne Zafrani (Pensionierung), von Sonja Morgenegg (30 Jahre Blindenschule) sowie von Priska Münger, Uschi Molina und Toni Mollet (je 20 Jahre) verdankt und gewürdigt .
Über 110 Kinder, Eltern und Mitarbeitende erlebten das Lichterfest 2010. Am imposanten Feuer wurde gesungen, einer Geschichte gelauscht und danach Kürbissuppe mit feinem «Tübeli» genossen.
Nach wöchentlichen Trainings konnten die Torballteams am 6. November bei der Schweizerischen Jugendtorballmeisterschaft in Lausanne erste Turniererfahrungen sammeln.
Sechs Jugendliche und ihre Betreuende der Wohngruppe Piano Forte besuchten das Tinguely-Museum mit anschliessender Fährüberfahrt von Kleinbasel nach Grossbasel und spassvollem Städte-
bummel.
Die Kinder der Wohngruppe Kunterbunt erfüllten sich den Wunsch, in der Grabenmühle bei Sigriswil selber zu fischen. Dies war ein grosses Erlebnis, das mit vielen verschiedenen Gefühlen wie Geduld, Mut, Freude aber auch Trauer verbunden war. Beim Besuch der Kambly Fabrik in Trubschachen waren die Kinder vom Guetzligeruch und der interaktiven Show angetan. Der Ausflug ins Bernaqua war für sie ein tolles Badeerlebnis. Vielleicht gar noch übertroffen wurde dieses Erlebnis durch den Besuch der «Theater Szene» in Bern – einige Kinder durften schauspielerische Erfahrungen machen.
Die Wohngruppe Kolibri genoss am 9. Juni bei strahlendem Wetter die Strand-Promenade und den Spielplatz von Biel. Mit dem Schiff ging es weiter nach Erlach. Gross und Klein konnte im See baden, die «Rollstuhl-Kinder» entspannten sich auf Badewiese und planschten am Wasser.
Auch für die Wohngruppe Surprise war der Ausflug an den Bielersee ein Highlight. Bei Picknick-Romantik genossen sie einen warmen Sommernachmittag mit (Sonnen-)Baden, Spielen, Reden und Geniessen.
An einem warmen Sommernachmittag machte die Wohngruppe Villa Fantasia einen Ausflug an die frische, grüne Aare. Zu Fuss und mit der Fähre erreichten sie die Elfenau. Dort bastelten sie unter anderem ein «Villa Schiff» aus Ästen, welches unter grossem Applaus und von besten Wünschen begleitet auf dem zügigen Wasser davonschwamm. Beim Bräteln klang der Nachmittag genüsslich aus.
Die Wohngruppe Regenbogen besuchte auf ihrem grösseren Ausflug das Verkehrshaus in Luzern. Die grossen Flugzeuge waren imposant. Unvergesslich bleibt auch das Verspeisen einer Riesenmelone von 13 Kilo und das Australienfest mit einem Didgeridoo-Konzert. Die zwei neuen Go-Karts waren sehr beliebt, mit diesen konnten sich auch Jugendliche und grosse Kinder austoben.
Die Wohngruppe Calypso besuchte den Zürich Zoo. Im Zoolino konnten sie die Tiere auch berühren, was für die blinden und sehbehinderten Kinder ein eindrückliches Erlebnis war.
Toni Mollet
Leiter Abteilung Internat
Ergänzende Angebote
Am 4. Juni 2010 nahmen über 40 Eltern an der Elternfortbildung «Sehen lernen – eine Selbstverständlichkeit?» teil, die von Fachpersonen aus dem Ambulanten Dienst und aus der Früherziehung durchgeführt wurde.
Mit grossem Interesse stiegen die Teilnehmenden ins Thema ein. Durch Selbsterfahrung mit simulierten Sehbeeinträchtigungen während des Workshops und mit den Erfahrungen aus dem Alltag wurden wichtige Aspekte der visuellen Wahrnehmung aufgezeigt und erarbeitet. Anschliessend konnten an unterschiedlichen Posten Informationen über den Gebrauch der optischen und nicht-optischen Hilfsmittel sowie Ideeninputs zur Förderung und Unterstützung im Bereich des Sehens gesammelt und Fragen gestellt werden:
Arbeits- und Spielmaterialien wurden ausprobiert, betrachtet und anhand von konkreten Beispielen erläutert. Bereits bekannte oder neue Hilfsmittel und Materialien zur Förderung regten zu weiterführenden Fragestellungen an. Erfahrungen der Eltern und der Fachpersonen ergaben dabei einen interessanten Austausch.
Im Workshop zum Thema «Vergrösserungsbedarf und Sehhilfen» erhielten die Eltern Gelegenheit, verschiedene vergrössernde Sehhilfen selber zu testen und Fragen in Bezug auf ihr Kind zu stellen. Nebst den optischen Hilfsmitteln wie Handlupe, Standlupe, Lupenbrille oder Monokular wurden auch Grossdruck, Lineaturen, Schräg- und Lesepult sowie die Pultleuchte vorgestellt.
Elektronische Hilfsmittel wurden präsentiert. Sie haben im Unterricht und im Alltag von sehbehinderten Menschen eine wichtige kompensatorische Bedeutung. Viele Hilfsmittel für sehbehinderte Menschen kommen aus der «elektronischen Welt». Es sind dies Computer mit Vergrösserungs- und Sprachprogrammen, verschiedene Kamerasysteme und Bildschirmlesegeräte. Alle Geräte konnten mit einer Simulationsbrille ausprobiert werden. Anschliessend wurde der Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln im Alltag von sehbehinderten Menschen diskutiert.
Im Plenum wurden abschliessend die wesentlichen Erkenntnisse des Nachmittags ausgetauscht. Auch noch nach Ende des Workshops verweilten die Eltern und die Fachpersonen aus dem Ambulanten Dienst und der Früherziehung in regem Dialog über unterschiedliche Themen zum Bereich des Sehens.
Zu Beginn des Schuljahres 2010/2011 hatten alle Mitarbeitenden die Gelegenheit, an einer Veranstaltung zum Thema Burnout-Prävention teilzunehmen. Über 120 Teilnehmende fanden sich am 9. August im Mehrzwecksaal ein und hörten gespannt dem Referenten Herrn Gerhard Stähli, Dozent Weiterbildung an der Pädagogischen Hochschule in Bern, zu. Wir lernten die Bedeutung des Zugangs zu den eigenen Bedürfnissen und Zielen und des Einbaus von Entspannungsmomenten in unser Leben kennen. Anhand eines Fragebogens konnten wir unsere Burnout-Risiken selber einschätzen und Handlungsbedarf ableiten.
Im Herbst konnten wir den Sexualpädagogen Markus Betschart vom Heilpädagogischen Zentrum in Hagendorn für ein Referat mit Workshops zum Thema «Sexuelle Bildung» gewinnen. Sowohl Eltern als auch Mitarbeitende konnten daran teilnehmen. Nähe und Distanz, Sexualität und Sprache und die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Mitarbeitenden wurden thematisiert und wir erhielten wertvolle Inputs für den Alltag und für die Ergänzung unserer Konzepte.
Die interne Fortbildung bot im 2010 ein breites Spektrum an Sensibilisierungskursen an. In Zusammenarbeit mit dem Team für medizinische Therapien wurde erstmals der Grundkurs Kinaesthetics in der Pflege durchgeführt, der von Frau Isabelle Pulver, Physiotherapeutin und Kinaesthetics-Trainerin, in mehreren Modulen durchgeführt wurde. Kinaesthetics arbeitet in sechs Konzepten, geht auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen ein und orientiert sich in erster Linie an den Ressourcen der jungen Menschen und nicht an deren Behinderung. Das Ziel ist daher, den Bewegungsablauf zu unterstützen und sie in ihrem Können positiv zu beeinflussen und zu fördern.
Der Ambulante Dienst unterstützte im 2010 mehr als 40 Jugendliche mit einer Sehschädigung während ihrer ersten beruflichen Ausbildung an Schulen und in Betrieben. Immer wichtiger werden die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die damit verbundene gezielte Beratung und Unterstützung. In engem Austausch mit den zuständigen IV- Berufsberaterinnen und -berater tragen sie zum Erreichen der beruflichen Ziele der Jugendlichen bei. Ein wichtiger Aspekt der schulischen Unterstützung ist das effiziente Bereitstellen der adaptierten Lehr- und Lernmittel. Hier profitieren wir von der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit unserem Lehrmittel-Team aus der Abteilung Zentrale Dienste.
Bei Studienbeginn im September 2010 konnten erstmals acht junge Studierende mit einer Sehschädigung an Fachhochschulen und Universitäten begleitet und unterstützt werden. Die folgenden Studienrichtungen wurden gewählt: Psychologie, Pädagogik, Kommunikation/Dolmetschen, Journalismus/Organisationskommunikation und Recht.
In Zusammenarbeit mit den zuständigen Universitätsleitungen, der «Informationsstelle für Studium und Behinderung» und den Studienberatungen entstand ein tragfähiges Netzwerk.
Sonya Gassmann
Leiterin Abteilung Ergänzende Angebote
Zentrale Dienste
In den Sommerferien konnten wir die schon länger geplante Renovation der Küche im Hauptgebäude realisieren. Bei dieser wurde unter anderem auch die knapp 50-jährige Lüftungsanlage inklusive der Steuerung ersetzt sowie die Lichtanlage sehbehindertengerecht erneuert.
Zum Jahresende wurde unser langjähriger Mitarbeiter des Technischen Dienstes, Samuel Messerli, pensioniert. Mit grossem Sachverstand und äusserst pflichtbewusst hat er unsere technischen Anlagen in den vergangenen 28 Jahren betreut und zahllose Einrichtungswünsche unseres Personals erfüllt. Im Dezember übernahm Peter Glauser die Leitung des Teams Technischer Dienst, welches neu die beiden Bereiche Technik und Garten umfasst.
Per August 2010 konnten wir im Bereich Hauswirtschaft unser Angebot für Lernende um eine Lehrstelle für eine «Hauswirtschaftspraktikerin» erweitern.
Im Bereich Lehrmittel konnte ein höchst erfolgreiches Projekt unterstützt werden. Simon Peter Roesti, Student an der Berner Fachhochschule für Architektur Holz und Bau, trat mit einer interessanten Frage an uns.
Für die Teilnahme am Wettbewerb für den Schindler Award 2010 (www.schindleraward.com) musste er mit seinem Team ein taktiles Modell anfertigen. Die Wettbewerbsaufgabe bestand darin, den Westrand des Berliner Olympiaparkes in eine für alle zugängliche und barrierefreie Umgebung umzugestalten. Die primäre Zielgruppe wurde im Wettbewerbsprogramm mit «sight impaired people» definiert. Das Modell sollte dem sehbehinderten Jurymitglied Klaus Wüstermann helfen, die Projektidee für das Gesamtareal zu erfassen.
Simon Roesti fand bei unserem Lehrmittelteam Knowhow und Unterstützung für die Herstellung seines Modells, bei Materialwahl und Umsetzung der Brailletexte. Ueli Rüegg, Mitarbeiter im Ambulanten Dienst, steuerte zudem viele wichtige Literaturtipps bei.
Beim Wettbewerb mit 174 Beiträgen aus 34 Ländern ging das Projekt «link it» von Simon Roesti und seinen Partnern zu unserer grossen Freude als Sieger hervor. Wir gratulieren ganz herzlich!
Stefano Amati
Leiter Abteilung Zentrale Dienste
Die Mitarbeiter unseres Technischen Dienstes erstellen ein Fundament für die Montage der Rollstuhlschaukel. Der Kauf der Schaukel wurde durch Spenden ermöglicht.
Die Stiftung für blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche gratuliert der Stiftung Cerebral ganz herzlich zum 50. Geburtstag!
Selbstporträt der Stiftung Cerebral:
50 Jahre im unermüdlichen Einsatz für cerebral bewegungsbehinderte Menschen
Mittlerweile können 8700 Familien und ihre cerebral bewegungsbehinderten Kinder in der ganzen Schweiz von der Stiftung Cerebral profitieren. Sie hilft ihnen, ihren Alltag angenehmer zu gestalten und mehr Lebensqualität zu erfahren.
Seit ihrer Gründung im Jahr 1961 unterstützt sie die Betroffenen in allen Lebenslagen und hilft ihnen, die Last der Behinderung zu tragen und trotz allem ihre Lebensfreude zu bewahren.
Die Stiftung engagiert sich dafür, dass cerebral bewegungsbehinderte Menschen ungehindert ihren Platz in der Gesellschaft finden und am sozialen Leben teilhaben können. Die Stiftung Cerebral besteht aus dem ehrenamtlichen Stiftungsrat und der Geschäftsstelle mit elf langjährigen, erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Mit der Stiftung für blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche in Zollikofen besteht eine jahrelange schöne Zusammenarbeit. Die Stiftung Cerebral leistete bis heute an die rollstuhlgängige Einrichtung, an den Deckenlift für das Therapiebad und für Hilfsmittel einen Beitrag von über 40’000.– Franken. Zusätzlich zu diesen Beiträgen unterstützte die Stiftung Cerebral finanziell die Musiktherapie und schenkte eine Klangwiege.
Die Stiftung Cerebral finanziert sich hauptsächlich über Spenden und Legate, ist von der ZEWO als wohltätige Organisation anerkannt und untersteht der Aufsicht des Eidgenössischen Departements des Innern. Die Stiftung Cerebral arbeitet eng mit der Vereinigung Cerebral Schweiz zusammen und unterstützt diese finanziell.
Mehr Informationen zur Arbeit der Stiftung Cerebral gibt es im Internet unter:
www.cerebral.ch.
Berufswahl in der Blindenschule
Unser Konzept der Berufswahlkoordination gibt den Jugendlichen die Gelegenheit, auszuprobieren und frühzeitig wichtige Erfahrungen zu sammeln. Dazu gehört es auch, einen positiven Umgang mit Misserfolgen und Schwierigkeiten, mit Verunsicherungen und Zweifeln zu erlernen.
Gemeinsam und mit Engagement geben wir den Jugendlichen die Unterstützung, die sie für ihre ersten Schritte in der Welt der Berufsbildung und der Berufstätigkeit brauchen!
Schweizer Berufsbildungssystem
In den letzten Jahren haben sich in der Schweiz die Bedingungen rund um die Berufswahl und die Berufsbildung verändert.
So ist seit 2005 das neue Berufsbildungsgesetz in Kraft, welches die Ausbildungen neu strukturiert. Nach der beruflichen Grundbildung sind die höhere Berufsbildung, verschiedene andere Formen der berufsorientierten Weiterbildung und Tätigkeitswechsel im Verlauf des Berufslebens fast unbegrenzt möglich.
Die berufliche Grundbildung ist somit eine solide Basis für eine berufliche Laufbahn und ein lebenslanges Lernen.
In rund 200 verschiedenen Berufen existieren eidgenössisch anerkannte Grundbildungen. Sie dauern zwei, drei oder vier Jahre und berücksichtigen die unterschiedlichen Fähigkeiten und Kompetenzen der lernenden Person. Es werden drei Anforderungsprofile unterschieden:
1. PRA/INSOS (interne Lehre in einer geschützten Institution)
2. EBA (Eidgenössisches Berufsattest, 2-jährige Grundbildung)
3. EFZ (Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis, 3- bis
4-jährige Grundbildung)
Unser Konzept
Unser Berufswahlkonzept basiert auf dem Lehrplan des Kantons Bern. Mit dem Handicap der Sehbehinderung stellt der Übertritt in die Berufsausbildung eine besondere Herausforderung dar. Wir begegnen dieser Voraussetzung mit dem Einsatz einer Berufswahl-Fachperson, welche ihr umfassendes Wissen und die gute Vernetzung im direkten Coaching der Schülerin und des Schülers ab dem Eintritt in die Oberstufe (7. Schuljahr) einbringen kann.
Die Berufswahlkoordinatorin begleitet und unter-stützt die Jugendlichen, deren interne Bezugspersonen und die Eltern individuell, prozess- und lösungsorientiert und in enger Zusammenarbeit bis zum Eintritt in die erste berufliche Ausbildung.
In der ersten Phase geht es darum, das Vertrauen des Jugendlichen und dessen Bezugspersonen zu gewinnen. Der Weg zum Beruf soll schrittweise und behutsam erfolgen. Die Berufsfindung ist als Prozess zu verstehen. Die Reise beginnt damit, sich einen Überblick über die verschiedenen Berufsfelder und Berufe zu verschaffen und in einigen Berufen vertieften Einblick zu erhalten. In dieser Phase kann bereits ein erstes Schnuppern erfolgen, sei dies ein Tag oder auch schon eine ganze Woche. Beim ersten Auswertungsgespräch lernen die Jugendlichen Rückmeldungen, vielleicht auch Kritik entgegen zu nehmen, sie setzen sich mit persönlichen Stärken und Schwächen auseinander. Das Auswertungsgespräch wird in der Einzelstunde nachbesprochen und es werden Ziele vereinbart.
Im weiteren Verlauf setzt sich die Schülerin, der Schüler mit dem Selbstbild, den Perspektiven und Wünschen auseinander. Wir besprechen Erfahrungen und richten dabei unsere Aufmerksamkeit stets auch auf die Schlüsselqualifikationen, welche von den Betrieben gefordert werden: Teamfähigkeit, Selbständigkeit, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Auftreten und Arbeitshaltung. Im Verlauf werden immer wieder auch die Bezugspersonen mit einbezogen, welche die Jugendlichen auf ihrem Weg begleiten.
Wenn sich ein Berufswunsch konkretisiert hat, wird eine Schnupperlehre von ein bis zwei Wochen organisiert. Das Auswertungsgespräch der Schnupperwoche findet unter Einbezug der IV-Berufsberatung statt. Im Unterschied zum ersten Auswertungsgespräch geht es hier viel konkreter darum, in aller Klarheit und Ehrlichkeit der Beteiligten zu besprechen, ob der Jugendliche für diesen Beruf geeignet ist, ob er eine Lehrstelle erhält oder ob allenfalls weitere Schritte nötig sind. Die Jugendlichen sind in dieser Phase schon viel selbstsicherer, kennen ihre Stärken und Schwächen besser und wissen, wo sie Unterstützung brauchen und wo sie diese finden. Hier kann die IV-Berufsberatung eine weitere Unterstützung geben, beispielsweise wenn es um die Finanzierung von Berufsabklärungen geht. Nach der Schnupperlehre kann ergänzend eine vier- bis zwölfwöchige Abklärung an einer Ausbildungsinstitution sinnvoll sein. Hier kann es auch zur schmerzvollen Erkenntnis kommen, dass ein Berufswunsch auf Grund der Sehbehinderung nicht in Erfüllung gehen kann. Unsere Begleitung hilft in dieser Phase realistische Möglichkeiten zu erschliessen, welche dem Traum und den Wünschen des Jugendlichen so nahe wie möglich kommen.
Nach der Schnupperlehre beginnt in der Regel die Zeit der Bewerbung. Gemeinsam erarbeiten wir ein Portfolio und unterstützen und begleiten die Jugendlichen bei den Vorstellungsgesprächen und Besprechungen bis zur Unterzeichnung des Lehrvertrages. Während der Lehrzeit wird der Jugendliche durch den Ambulanten Dienst der Blindenschule beraten und unterstützt.
Projekte und Aktivitäten
Neben der individuellen Begleitung, bieten wir berufswahlbezogene Projekte und Aktivitäten:
Bistro: Jeden Donnerstagmittag kochen und servieren Jugendliche gemeinsam mit einem Team von Fachkräften für Gäste.
BWK: In der Berufswahlklasse arbeiten die Jugendlichen einen Tag pro Woche an einem Praktikumsplatz, sei dies innerhalb oder ausserhalb der Institution. Die zielorientierte Arbeit an den persönlichen Schlüsselqualifikationen ist Schwerpunkt.
Gewerbepraktikum: Die Jugendlichen verbringen eine Lagerwoche und arbeiten in dieser Zeit in einem Betrieb der Region.
Institutionsbesuch: Die Jugendlichen arbeiten drei Tage in einer Institution mit.
Wohnschule/LPF: Die Jugendlichen werden von den Mitarbeitern des Internats in ihrer Selbständigkeit und Persönlichkeitsbildung gezielt gefördert.
Besuche und Kennenlernen von Firmen und Institutionen: Im Klassenverband besuchen die Jugendlichen Institutionen oder Firmen.
Brigitte Witschi
Berufswahlkoordinatorin

